Bauformen

Der STM® Tauchkörper ist symmetrisch wie ein Rad um eine Antriebswelle aufgebaut. Zu mehr als 3/4 seines Durchmessers taucht das Rad in den Wasserkörper ein. Aufgebaut ist der Tauchkörper aus einer Vielzahl von profilierten Kunststoffplatten und wird in verschiedenen Größen angeboten. Die Kunststoffplatten werden aus voll recyclefähigem, dauerhaft beständigem Polypropylen spritzgeformt und sind nahezu unvergänglich. Durch Zusammenstecken der Platten zu einem Paketverbund wird ein System von Hohlkörpern gebildet, mit dem der Lufteintrag bei Drehung des Rades erfolgt. Während der Zwangsführung wird die Luft komprimiert und der Sauerstoffübergang optimiert.

Gemäß ATV-Arbeitsgruppe 2.6.4 werden die Rotationstauchkörper nach verschiedenen Kriterien differenziert.bauformen 1
Das STM®-System wird wie folgt eingeustuft:

Bauart: Zellrad-Tauchkörper
Röhrenrad-Tauchkörper 
Antriebsart: Motorantrieb
Luftantrieb
Maß der Eintauchtiefe: über 3/4 des Durchmessers
Sauerstoffversorgung: periodisches Auftauchen der Bewuchsflächen durch Rotation des Festbettes, gleichzeitiger Lufteintrag in den Wasserkörper
(höherer Sauerstoffeintrag als bei Druckluftbelüftung)
Rücklaufführung: Schlammrückführung, Rotationstauchkörper mit Rückführung des Belebtschlammes
Verfahrensziel: Rotationstauchkörper ohne und mit Nitrifikation sowie möglicher simultaner Denitrifikation und P-Eliminierung

Die konstruktive Ausführung der STM®-Tauchkörper entspricht den Baugrundsätzen der DIN 19569-3-1995-01 Kläranlagen.
Nicht im DIN-Papier erwähnt ist der zusätzliche Aspekt, dass der Energiebedarf enorm reduziert wird,
weil die eingeschlossene Luft in den PP-Kammern zusätzlich Auftrieb liefert während der Aufwärtsdrehung.


Zell- und Röhrenrad-Tauchkörper

Paddel: Bei Zell- und Röhrenrad ist auf dem Radumfang ein Paddel montiert.

Aufsatzröhren: Sind identisch mit Funktionsteilen des Röhrenrades. Die Aufsatzröhren vergößern die wirksame Oberfläche und erhöhen den Sauerstoffeintrag.

Eine Kombination von Paddel und Aufsatzröhren schafft neben, wie auch unter dem Rad ein ausreichend großes, zusätzliches Volumen mit anoxischen Sauerstoffverhältnissen, wie sie für simultane Denitrifikationsvorgänge erforderlich sind.

Röhrenrad-Tauchkörper (RR)

Radaufbau: Zusammensetzen von mehreren, parallel zur Achse angeordneten zylindrischen Hohlkörpern.

Röhrenaufbau: Mit Zwischenraum montierte, profilierte Polypropylenscheiben (Durchmesser z.B. 300 mm) Oberflächen der profilierten Scheiben dienen als Bewuchsflächen für den sessilen biologisch aktiven Rasen.

Zweiter Tauchkörperring: Ein weiterer Tauchkörperringkann innenliegend montiert werden, dadurch wird die wirksame Oberfläche und der Sauerstoffeintrag stark erhöht.

Funktion: Umgebungsluft und Abwasser gelangen durch die schlitzartigen Öffnungen in das Innere der Röhrenradsegmente. Das Entweichen der Luft aus den Hohlräumen in den Wasserkörper erfolgt kontinuierlich während der Drehung.

Roehrenrad (RR)

Zellrad-Tauchkörper (ZR)

Radaufbau: Zusammensetzen von mehreren, parallel zur Achse angeordneten Hohlkörper-segmenten.

Segmentaufbau: Mit einem Zwischenraum von z.B. 21 mm montierte, profilierte Polypropylen (PP) Platten. Oberflächen der profilierten Platten dienen als Bewuchsflächen für den sessilen, biologisch aktiven Rasen.

Funktion: Zwangsführung der Luft schließt Zusetzen der Zwischenräume aus. Umgebungsluft und Abwasser gelangen durch die schlitzartigen Öffnungen in das Innere der Hohlkörpersegmente. Entlastung des Antriebes durch Auftriebs-komponente bei Zwangsführung der Luft. Dadurch kein verstopfen.

Zellrad (ZR)

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